Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden was wir erleben
macht unser Schicksal aus.

Marie von Ebner-Eschenbach



1971 zügeln Ernst und Therese Ryf von Attiswil nach Thnstetten und bewirtschaften als Pächter die Halde. Der Hof gehört dem deutschen Landmaschinenfabrikanten Ley, welcher ursprünglich den Hof als Testbetrieb für seine Fabrikate benutzen wollte. Er umfasst 9.1 ha Land und 1 ha Wald.

1974 können 2 ha, 1983 weitere 1.5 ha Land zugepachtet werden.

1989 wird die Pacht gekündigt. Der Hof soll verkauft werden. Die Kündigung wird angefochten und der Betrieb kann schliesslich 1990 im Vorkaufsrecht erworben werden. Herr Ley konnte seinerzeit als Deutscher in der Schweiz nur Eigentum erwerben weil er eine AG gründete und ein Aktienanteil einem Schweizer gehörte.
So muss die Univent AG als Eigentümerin von Land und Gebäude gekauft werden und besteht bis heute in dieser Form.

1991 Planung einer neuen Güllengrube und der Schweinescheune für 18 Zuchtsauen und 4 Offenfrontbuchten für Labelmast.
Am 24. September 1991, ein Tag nach Baubeginn der Güllengrube, Vollbrand des Berner Bauernhauses infolge eines Erdschlusses. Kein Schaden an Mensch und Tier. Die Wohnung kann dank grossem Einsatz der Feuerwehr gräumt werden. Das Gebäude brennt bis auf die Grundmauern nieder. Die Kühe finden Platz bei Fam. Heinz Waldmann in Bützberg, welche gerade eben in ihren neuen Stall eingezogen sind.
Bauunterbruch und Neuorientierung.
Winter 1991/92 Bau Güllengrube und Schweinescheune, Planung der Viehscheune.
Sommer 1992 Bau Viehscheune und Planung Wohnhaus.
24. Oktober 1992 Einzug in den neuen Stall.
1993 Bau Wohnhaus

2000 Zupacht von 7.4 ha Land im unteren Schlosshof. Urs pachtet den Betrieb von seinen Eltern.

2003 Übernahme des Betriebes durch Urs.

2004 Einstellen der Schweinezucht-und Remontierung. Umbau Schweinestall zum Pferdestall und Vermietung an Susanne Koch.
Kündigung von 0.75 ha Pachtland.

2010 Übernahme des Blumenfeldes von Fam. Wüthrich.

2011 Beginn mit Pensonspferden.
Verlust von 1 ha Pachtland


Strukturwandel, dieses Wort hört man immer wieder im Zusammenhang mit Landwirtschaft. Es will uns sagen, dass sich unsere Strukturen wandeln.
Die grosse Herausforderung sehen wir darin, auch uns selbst in diesen Wandel einzubringen und konstruktiv Neues entstehen zu lassen.
Leben heisst immer auch Veränderung. Die Natur selbst führt uns diese Tatsache immer wieder vor Augen.
Wir wollen uns nicht von der Zukunft verunsichern lassen, aber auch nicht von der Vergangenheit festhalten lassen. Sonst entgeht uns schlussendlich die Gegenwart.